Deltatronic Bausatz, zweiter Versuch !
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Pro |
Contra |
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Schnelle Lieferung |
Nicht für Leistungssysteme geeignet |
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Kulanter Umtausch von Teilen |
Netzteil mit unangenehmen Pfeifgeräuchen |
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Standard Tower Gehäuse |
Heatpipelösung unausgereift |
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HDD Rahmen |
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Preis |
Anhang :
Systeminfo : Board: Asus P4PE mit LAN, USB2, SATA, RAID, Sound on Board ,CPU: Pentium 4 2,4GHz 533 MHz FSB, Grafikkarte: Asus V8420 GF4 Ti4200, RAM: 2 x 256 MB DDR Samsung Org. PC333 CL2,5, Platte: Seagate Barracuda 4 ST380021A 80GB, Brenner: Plextor PX-W4012A
Einen dicken Dank an Oliver, der sich sehr viel Mühe gegeben hat und uns hiermit mit ausführlichen und sehr interessanten Messwert Ergebnissen zum Deltatronic Rechner versorgt.

Vorwort :
Vielen Dank an die Firma Deltatronic für die schnelle Lieferung. Vor ca. einem Jahr hatte es schon mal einen Test bei www.tomshardware.de über dieses System gegeben. Das Ergebniss war niederschmetternd und nun hatte man genug Zeit viele Verbesserungen einzubauen. In der Tat hat sich hier einiges getan und ich möchte das nun für euch mal genauer betrachten und testen.
Lieferumfang :
Der Bausatz besteht aus einem CS 601 Miditower mit der gesamten rechten Seitenwand als Alurippenkühler. Ein 360 Watt lüfterloses Netzteil und eine Alu- Fliz Konstruktion zur Festplattendämmung. Ebenso einer P4 Heatpipe Konstruktion und gegen Aufpreis eine Heatpipe für die Graphikkarte. Die Bauanleitung fehlte, wurde aber Nachgeliefert. Trotz des stolzen Preises von über 1000,- EUR (für diese Bausatz Kombination) waren die zur Montage erforderlichen Inbusschlüssel nicht enthalten.
Änderungen auf den ersten Blick:
Die CPU Heatpipe wurde jetzt (zumindest an der CPU, siehe Bild unter Punkt 1) ) vertikal eingesetzt, dadurch kann die Heatpipe wesentlich besser arbeiten, da bei dem vorherigem horizontalem Einbau 50% der Leistung verloren gingen. Die Pipe komplett vertikal einzubauen wäre wünschenswert und auch technisch und thermisch wesentlich besser.
Zusammenbau:
Verwendet wurde ein Asus P4G8X Mainboard. Der Serienmässige Plastikrahmen (für den CPU Kühler) wurde entfernt und eine Grundplatte zur Befestigung des Heatpipe Anschlusses wird auf die Rückseite des Mainboards gebaut. CPU einsetzen und CPU Wärmeleitplatte einbauen. Der Einbau des Mainboards erwies sich dann als äussert schwierig und als gewaltakt da der HDD Grund Rahmen im Weg war. (siehe unter Bild Punkt 2 ).

Das Festplattengehäuse besteht aus 4 Aluteilen die um die Festplatte herum verschraubt werden. Die Aluteile sind mit einem Filzstoff überzogen, der hierbei vor Beschädigungen oder zur Lärmdämmung sein soll. Jedenfalls verhindert dieser Filzstoff jeden Kontakt der Festplatte zum Alukühler. Die Seitenteile der Konstruktion haben Gummisockel zur Entkopplung der HD, der Abstand dieser Gummisockel macht jedoch einen Einbau (z.B. im oberen Teil des Gehäuses) , oder auf den Standard Laufwerksschienen unmöglich.
Der weitere Zusammenbau der Heatpipes und deren Anschlüsse verursachte keine Probleme, es ging aber recht eng zu.
Erstes Einschalten:
Sofort nach dem Einschalten konnte man unangenehme Pfeiftöne feststellen, die vom Netzteil herkammen. Weiterhin gab die IBM HD ebenso ihre Pfeiftöne hinzu was sich als äusserst störend und unangenehm summierte und auswirkte. Ein Umtausch des Netzteils wurde mir angeboten. Ich lies aber ersteinmal den PC Mark 2002 Test laufen. Das Netzteil zeigte dabei nur sehr geringfügige Schwankungen die sich aber in den Pfeifgeräuchen wiederspiegelte. Die CPU Temperatur (Intel P4 3,06 GHz) stieg laut ASUS Mainboardmonitor, schlagartig (innerhalb von 2 Minuten) auf bis zu 77 Grad ! Das Benchmark Ergebniss von nur 3300 CPU Punkten deuted darauf hin das die CPU nur ca. 1/3 der Leistung bringt, da diese wahrscheinleich wegen Überhitzung ständig heruntergetaktet wird. 2 mal ereichte die CPU 81 Grad und der Rechner hing sich auf. Man vermutete eine defekte Heatpipe und ich sendete das Netzteil zurück im Austausch gegen 2 CPU Heatpipes.
Erste Umbau:
Ich Entschuldige mich hiermit, bei der Firma Silentmaxx, bei dehnen ich mir unter Vorwand ein zweites lüfterloses Netzteil erschwindelt habe um hier weiterzukommen. Das erste absolviert im Moment gerade den 100 Std. Stresstest den ich nicht abbrechen wollte. Man möge mir bitte verzeihen. Also das lüfterlose Deltatronic Netzteil raus und das lüfterlose Prosilence 350 Watt rein und siehe da die Pfeifgeräuche sind weg auch in der Spannungsstabilität war das System jetzt deutlich besser. Der Praxistest des Prosilence ist noch voll in Arbeit und noch gar nicht beendet, aber hier ist vorab schon deutlich zu erkennen was für ein Sahnestückchen da auf uns zukommt.

Zweite Umbau:
Die im Austausch gelieferten Heatpipes waren sehr schnell da. Der CPU Sockel war mechanisch anders konstruiert (siehe Bild Punkt 4 und 5) und bot eine bessere Wärmeleitfähigkeit. Es kam jetzt nicht mehr zu Systemabstürzen und die Performance der CPU verdoppelte sich !!! Jedoch lag Sie immer noch hinter Ihren Leistungsfähigkeiten und die Temperaturen stiegen immer noch deutlich über 64 Grad. Warum die verbesserten Anschlüsse erst nach bekanntwerden der massiven Probleme und nach bitten um Umtausch geliefert wurden, ..??????????
Dritte Umbau :
Nun reichte es langsam und wir bauten einen Intel P4 mit 2,4 GHz ein und das System lief endlich fehlerfrei und seinen Leistungen entsprechend. Die Temperatur der 2,4 GHz CPU blieb deutlich unter 60 Grad. Beim Desktopbetrieb (Textverarbeitung) blieb die Temperatur unter 40 Grad an der CPU. Teilweise ereichten wir nun bessere Benchmarkergebnisse wie mit der 3,06 GHz CPU !!! Gegenüber dem älterm Bausatz ist hier teilweise eine deutliche Temperaturverbesserung (PC 2002 Benchmark ca. 15 Grad) zu sehen. Siehe hierzu die Messwerte von Oliver im Anhang.
Vierte Umbau :
Die uns bekannte und uralte aber bewährte Alu HDD Box kam zum Einsatz mit einer 120 Gig Samsung HD, jetzt war auch hier endlich Ruhe.
Weitere Umbauten:
Die CPU Einkopplung wurde noch mit einem großem Passivkühler versehen was nochmals eine Verbesserung um 2 Grad brachte. Graphikkarte und dessen Heatpipe werden nochmal mit Zalmann ZM80A umgebaut. Ich muss aber hier ausdrücklich sagen, das diese Heatpipe laut Bausatz nur für Geforce4 Ti Karten geeignet ist und somit nicht für die Radeon 9700 Pro gedacht. Den Temperaturen entsprechend müsste ein P4 mit 2,8 GHz auch noch problemlos laufen, aber aus Kosten und Zeitgründen habe ich einen weiteren Umbau gestrichen, schließlich sitzen wir schon 14 Tage an der Kiste.
Heatpipes :
Meine Anfrage ob es sich um Netz- oder Kappilar Pipes handelt blieb leider Unbeantwortet. Dem Temperaturverhalten nach, liegt die Vermutung nahe das hier Heatpipes in Netzwerktechnik verwendet werden. Diese sind natürlich für schnelle CPU`s völlig ungeeignet und können die Wärme nicht schnell genug abführen. Dies würde auch den schlagartigen Temperaturanstieg unter Last (3 DMark) erklären. Eine Verwendung von Kapillarheatpipes dürfte auch hier eine deutliche Verbesserung bringen.
Fazit:
Meiner persönlichen Meinung nach ist der Ansatz hier grundsätzlich richtig. Kleine Verbesserungen sind vorhanden, jedoch ist der Bausatz nicht in der Lage ein High End System stabil zum laufen zu bringen. Der geplannte high-end PC zur Videobearbeitung ließ sich damit nicht realisieren, jetzt ist es ein Arbeitsrechner für Internet und Textbearbeitung geworden. Für ein Standard System (normale Büroalltag) ist es ausreichend und nach den verschiedensten Umbauten sogar sehr gut. Jedoch liegt man dann bei über 1300,- EUR alleine nur für den Bausatz! Unser Testrechner kostete letztendlich über 3000,- EUR ! Schweineteuer scheint mir hier noch sehr geschmeichelt zu sein. Der Bausatz ist grundsätzlich sehr teuer und das Netzteil und der HD Rahmen sind absolut nicht empfehlenswert. Ein Bausatz bestehend nur aus dem Gehäuse und der CPU Heatpipe zu einem noch einigermassen akzeptablem Preis wäre eine enorme Verbesserung des Bausatzes. Weiterhin sollte dringend an einem vertikalem Einbau der Heatpipe gearbeitet werden und mit der Verwendung von Kappillar Pipes dürften auch hier die Probleme verschwinden. Ebenso würden wir die Verwendung eines anderen Netzteils dringend Empfehlen (siehe hierzu auch die Messergebnisse von Oliver und seinem Deltatronic Bausatz).

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Temperaturmesspunkte |
2,5 h Idle (Internet Surfen) ;) |
2 h Last mit Prime 95 |
1h 3d Mark 2002 Grafikkartenstress |
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Raumtemperatur |
20 |
20 |
21 |
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CPU laut Mainboardmonitor |
44 |
67 |
63 |
|
Chipsatz laut Mainboardmonitor |
33 |
36 |
37 |
|
Netzteil laut Mainboardmonitor |
51 |
60 |
61 |
|
HDD laut Mainboardmonitor |
43 |
45 |
46 |
|
CPU Heatpipeeinkopplung |
39 |
61 |
59 |
|
CPU Heatpipeauskopplung |
34 |
50 |
47 |
|
Chipsatz |
52 |
64 |
62 |
|
GPU Heatpipeeinkopplung |
39 |
47 |
50 |
|
GPU Heatpipeauskopplung |
37 |
43 |
45 |
|
Grafikkartenspeicher oben |
63 |
63 |
79 |
|
Grafikkartenspeicher unten |
67 |
67 |
81 |
|
HDD Kühlkörper oben |
35 |
35 |
35 |
|
Kühlkörper CS601 (Gehäusekühlkörper) |
34 |
48 |
46 |
|
NT Kühlrippen Aussenseite |
46 |
55 |
56 |
|
NT Kühlrippen Unterseite |
42 |
48 |
50 |
|
NT Oben |
45 |
54 |
55 |
|
Review / Test |
|
16.02.2003 |









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