Review

14.10.2004

CoolerMaster Praetorian

Spezifikationen, Daten und Fakten

Modelbezeichnung

Coolermaster PAC-T01-EK

Geeignet für Mainboards

Micro ATX, Standard ATX

Interne 3 -1/2 Zoll Einbaumöglichkeiten

4 Stück

Externe 3 -1/2 Zoll Einbaumöglichkeiten

2 Stück

Externe 5 - 1/4 Zoll Einbaumöglichkeiten

4 Stück

Anzahl der Lüfter

4 x 80 mm

Material

Stahlblech / Plastik Gehäuse

Gehäuseabmessungen H x B x T

452 mm x 196 mm x 497 mm

USB, Micro, Firewire, Kophöreranschluss

an der Gehäusefront

Weitere Besonderheiten

2x USB 2.0, 1x Sound, 1x Mic

Gewicht

ca. 6,5 kg

Vertrieb

Fachhandel

Preis

ab 99,- Euro

 

Pro

Contra

Design und Optik

 

Qualität

 

Gehäuse mit sinnvollen Extras

 

Mainboardschlitten

 

Klassische Bauweise

 

Preis / Leistungsverhältnis

 


Fazit

Das Coolermaster Praetorian ist ein optisch sehr schönes Gehäuse welches in erster Linie für die Freunde an einem noblem Design konzipiert wurde. Jedoch steckt hier viel mehr Potential als man erwartet hat Dank der der klassischen Bauweise und der hohen Benutzerfreundlichkeit. Die Verarbeitung ist weit überdurchschnittlich gut. Für einen aktuellen Preis von nur 99,- Euro bietet das Gehäuse ein hervorragendes Preis / Leistungsverhältnis.
 

Vorwort:

CoolerMaster hat sich ja schon seit langem einen guten Ruf mit seinen Gehäusen gemacht. Qualität und Verarbeitung sind hier bisher immer absolut Vorbildlich gewesen.

Auch wurde hier nie an Material gespart und alle Teile waren eher als Massiv zu betrachten im Vergleich zu manch anderen Aluminiumgehäusen.

Wer mal ein billig SkyHawk Aluminium Gehäuse mit einem CoolerMaster vergleichen konnte weis genau wovon ich rede. Das billige klappert einfach nur überall und selbst bei Zugriffen von optische Laufwerke wird das gesamte Gehäuse in Schwingung versetzt. Wer solche Erfahrungen einmal gemacht hat weis ein Gehäuse wie es von CoolerMaster gemacht wird wirklich zu schätzen.

Das Preatorian Gehäuse ist aktuell in verschiedenen Online Shops für sogar unter 100,- Euro zu finden. Das liegt preislich sogar schon in Konkurrenz zu den billig Aluminium Gehäusen und deshalb werden wir hier das Praetorian einmal etwas genauer betrachten. 

Lieferumfang:

Das Gehäuse kommt in einem stabilem und schönem Karton daher. Es gibt eine Version in Silber und auch in Schwarz. Eine Anleitung bestehend aus 3 ausführlich bebilderten DIN A4 Seiten und einer Plastiktüte mit allen Schrauben und Kleinteilen. Weiterhin ist noch ein schöner CoolerMaster Case Sticker in Aluminium enthalten. Alle 4 dazugehörigen Lüfter sind bereits installiert.

Erste Eindrücke:

Das Praetorian ist ein typisches reines Aluminium Gehäuse. Keinerlei Plastik Schnickschnack. Das Design entspricht auf dem erstem Blick einem dezent edlem und sehr funktionalem Gehäuse. Wie nicht anders von CoolerMaster zu erwarten macht alles einen sehr stabilen und äusserst sauber verarbeiteten Eindruck.

Fasst schön selbstverständlich sind hier alle Kanten gebogen, abgerundet und entgratet. Der Mainboardschlitten ist Vorbildlich und selbst das Netzteil kann über einen eigenen Frame entfernt werden. Im Grössen Vergleich zu vielen anderen Midi Towern macht das Praetorian eher einen zierlichen und sehr kompakten Eindruck.

Aufbau und Verarbeitung:

Grundsätzlich ist CoolerMaster Praetorian sehr in Puncto Platzangebot sehr kompakt aufgebaut. An der Front sind keinerlei Plastikteile integriert und hinter einer sehr stabilen und mechanisch sehr hochwertig verarbeiteten kleinen Frontklappe sind die Frontanschlüsse integriert.

Das Gehäuse ist selbstverständlich EMV sicher und erfüllt alle erforderlichen Normen.

Die Verarbeitungsqualität des Aluminium Gehäuses ist für einen Preis ab 99,- Euro weit überdurchschnittlich gut. Die Seitenteile sind leicht demontierbar und die Seite zum Einbau der Komponenten geöffnet werden muss hat werkzeugfreie Rändelschrauben.

In Puncto Gehäuselüfter ist das Preatorian leider nicht auf dem neuestem technischen Stand und grössere Lüfter wären wünschenswert. Das Gehäuse hat insgesamt 4 vorinstallierte 80 mm Lüfter. Hierbei sitzen zwei Lüfter in der Front und je ein Lüfter im Deckel und an der Rückwand. Für eine ausreichende und gute Belüftung ist also gesorgt.

Jedoch wäre es hier besser zwei grosse Lüfter anstatt 4 kleiner zu nehmen weil das die Geräuschbelastung erheblich reduziert. Aufgrund des sehr kompakten Aufbaus ist aber die Verwendung von grösseren Lüftern (zumindest an der Front und der Rückseite) nicht möglich. Je nach Systemaufbau kann man aber in der Praxis meist die zwei Frontlüfter abgeklemmt lassen.

Innere Werte:

Alle Kanten sind wie schon erwähnt sauber Entgratet. Das Netzteil liegt in einem stabilem Netzteilkäfig und lässt sich dank extra Rahmen an der Gehäuserückwand auch einzeln nach hinten herausnehmen. Das ist sehr Praktisch da es bei den meisten Gehäusen zwischen Netzteil und gegenüberliegenden optischen Laufwerken meist ein Chaos im engem Kabelsalat gibt.

Die Benutzerfreundlichkeit ist insgesamt sehr hoch und fast alles lässt sich leicht und zugänglich installieren. Das gilt besonders für den Einbau von Laufwerken hier wird erfreulicher Weise noch nach der klassischen Art gebaut. Im aktuellem Trend überbieten sich die Hersteller an den verschieden artigsten Lösungen zum werkzeugfreien Einbau von Laufwerken. Hier gibt es die tollsten Konstruktionen die aber auch immer wieder eine Menge Nachteile haben.

Ich möchte hierzu nur einmal zwei Beispiele nennen. Wer seine Festplatte ruhig stellen will und diese in ein gedämmtes und entkoppeltes Gehäuse einbaut hat meist bei den neuartigen werkzeugfreien Konstruktionen massive Probleme beim Einbau da die Entkoppler nicht wie benötigt fest geschraubt werden können. Cardreader oder kleine Displays im 3,5” Schacht wie z.B. das Analog Display des CoolerMaster Netzteils liessen sich in einigen Gehäusen mit den neuartigen Konstruktionen überhaupt nicht befestigen, hier mussten wir sogar die Konstruktionen entfernen und Löcher bohren!

Solche Probleme wird der Anwender bei dem Preatorian garantiert nicht haben. Seien wir doch mal ganz ehrlich, wie oft wechseln wir den ein optisches Laufwerk oder eine Festplatte. Wenn einer unter euch ist der das täglich oder wöchentlich macht so hätte er eine Begründung das die neuartigen Konstruktionen für Ihn Vorteile haben. Für 99,9% der Anwender wird das aber nicht zutreffen und wer täglich die Festplatten tauschen muss hat ja so wieso einen Wechselrahmen hierfür. Ich auf jeden Fall bevorzuge diese Klassische Bauweise.

Wie oft habe ich auch diese neuartigen Konstruktionen verflucht weil ein kleiner Stift oder ein Bügel oder ein anderes Kleinteil ähnlicher Konstruktionen nicht mehr auffindbar war und somit einen Einbau von Laufwerken unmöglich machte. Ein Beispiel ist das YeongYang YY-5601 Gehäuse hier ist eine kleine Tüte mit nur 5 mm langen Metallstiften für die werkzeugfreie Laufwerksbefestigung mit dabei. Nachdem dieses kleine Tütchen nicht mehr auffindbar war konnte ich das neuwertige Gehäuse als nicht funktionstüchtig an Bastler abgeben. Das Nachbestellen solcher Kleinteile ist mit enormen Zeit und Kostenaufwand verbunden und lohnt meist nicht.

Sehr gut finde ich auch das hier die Einsteckkarten des Mainboards normal an den Slot Blenden verschraubt werden. Hier sind keine Plastikverriegelungen für die Einsteckkarten die leider oft bei verschiedenen Kartengrössen inkompatibel sind. Hier hatten wir ja schon Gehäuse wo verschiede Graphikkarten sich nicht verriegeln liessen.

So nun habe ich aber genug über die verschiedenen neuartigen werkzeugfreien Konstruktionen gelästert und es bleibt natürlich jedem die Entscheidung frei was er bevorzugt, nur sollte man sich vorher einmal Gedanken machen was man letztendlich in das Gehäuse einbauen will um sich anschliessenden Frust und Ärger zu ersparen. Mit der klassischen Bauweise ist man auf jedem Fall aber auf der sicheren Seite auch wenn man hierzu den Schraubenzieher einmal anfassen muss.

Funktionalität:

Design und Funktionalität liessen sich hier sehr gut kombinieren und sind natürlich auch Geschmacksache. Bei einem Aluminium Design Gehäuse welches man ja auf den Schreibtisch stellen will und nicht darunter verstecken will, sind die USB und Audio Funktionsanschlüsse an der Front sehr praktisch.

Die Belüftung ist wie schon erwähnt nicht auf dem neuestem Stand der Technik aber sie ist mehr als Ausreichend und die meisten Anwender werden alle vier Lüfter erst gar nicht benötigen.

Die Benutzerfreundlichkeit ist überdurchschnittlich gut und sehr praktisch.

Qualität:

Die Verarbeitungsqualität ist wie von Coolermaster gewohnt weit überdurchschnittlich gut. Massive Aluminiumbauweise ohne Plastikteile sprechen für sich und lassen keine Wünsche offen.  Selbst die Frontanschluss Abdeckung ist nicht aus Plastik und besitzt einen aufwendigen und stabilen Schnappmechanismus.

Hier hat man ein stabiles anwenderfreundliches Gehäuse was optisch einen edlen und dezenten Eindruck macht.

Vergleich und Kaufempfehlung:

Der Vergleich zu anderen Midi Towern fällt mir hier leider etwas schwer, da eben viele andere Miditower eine andere Käuferschicht ansprechen. Der Gamer wird genau so wie der Modder eine andere Art von Gehäuse vorziehen.

Hier muss der Anwender klar entscheiden wo er seine Wünsche und Schwerpunkte setzt.

Wer aber einen funktionalen, dezenten und edlen Miditower ohne Schnickschnack sucht findet hier genau das richtige. Auch der Aufbau eines möglichst lautlosen System mit entkoppelten Festplattendämmungen sowie eventueller Gehäuse Dämmungsmatten ist hier absolut problemlos möglich. Bedenken sollte man aber im Voraus das der Einbau von grösseren Lüftern nicht möglich ist.

Für einen aktuellen Strassenpreis bei verschiedenen Online Shops für knapp unter 100,- Euro ist das Praetorian ein echtes Schnäppchen und es ist zweifellos den meist nur 10,- Euro preiswerteren billig Aluminium Miditowern um Klassen überlegen.

 

 

 

 

Danksagung / Award:

Unser Dank geht an das Team von www.coolermaster.de für die unproblematische und schnelle Bereitstellung des Testmusters. Unseren neuen Award in verdient sich dieses Produkt Aufgrund seiner hervorragenden und weit überdurchschnittlich guten Verarbeitungsqualität, genau so wie durch ein überdurchschnittlich gutes Preis / Leistungsverhältnis. Mainboardschlitten und Netzteilrahmen sowie die klassische Bauweise machen das Praetorian zu einem sehr funktionalem und optisch ansprechenden Schmuckstück.

CM Praetorian

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