Test Engelking U1 6250

Der erste Eindruck: Schmuck sieht es schon aus und sauber sowie sehr stabil Verarbeitet. Das gebürstete Edelstahl sieht echt gut aus. Kein Vergleich mit den Standard Blech Gehäusen anderer Hersteller.

Unterseite

Netzseite

Massive gebürstete Edelstahlblende 2mm, sehr stabil und auch optisch ansprechend

Kühlkörper , das NT kann mit verschiedenen Kühlkörpern geliefert werden. Im Bild die kleine und grosse Version.

Intel Testsystem :

Der Testrechner besteht momentan aus, Gehäuse ST-11, Siemens P4 Premium Mainboard, Intel P4 @ 2,66 GHz, Radeon 9700 Pro passiv, Maxtor 60 Gig, Plextor CD-RW, 2x512 MB RAM, CPU Kühler Zalman 6500B, MB500 Netzteilkontroller, kein Gehäuselüfter!

Und wer sagt’s denn der Rechner läuft wie eine eins mit dem 250 Watt NT, obendrauf wurde kein Gehäuselüfter verwendet und die CPU und Graphikkarte heizen kräftig ein. Verwendet wurde nur der kleine NT - Kühler! Erste unverbindliche Benchmark und Lastteste konnten maximal 56 Grad am NT erzeugen. Also diese Temperatur dürfte dann noch sinken bei dem gr. Kühlkörper, der ja hierfür vorgesehen ist.  Pfeifgeräusche, wie wir Sie bei den meisten lüfterlosen NT´s unter 3DMark Test Festellen konnten waren hier ebenso wie beim Prosilence nicht vorhanden! Ich konnte auch keinerlei sonstiges Geräusch wie Netzbrummen o.ä. wahrnehmen. 

Stress und Temperaturtest:

Den 8 Std. Stresstest absolvierte das U1 ohne Fehler die Temperatur mit dem sehr kleinen Alukühler stieg bis auf maximal 58 Grad.   Anschliessend haben wir endlich den normalen grossen kühler auf des NT geschraubt welcher ja für Tower Gehäuse gedacht ist. Jetzt hatten wir ca. 14 Grad weniger am Kühler und bei den Testen stieg die Temperatur nur auf 44-48 Grad. Ein weitere Stresstest unter diesen Bedingungen und ohne Gehäuselüfter ! war erfolgreich und die Temperaturen stiegen auf maximal 54 Grad.

Bild oben:
Mit kleinem Kühlkörper im Stresstest

Bild rechts
Ohne Kühlkörper im Überlastungstest.
Aufgrund von 190mm Länge kann es bei bestimmten Tower Gehäusen zwischen NT und gegenüberliegenden laufwerken etwas eng werden.

AMD Testsystem (Standard Big Tower):

Der Rechner besteht aus Athlon 2600+, Motherboard Asus A7n8X Deluxe, 2x512 MB RAM Infinion, DVD Thosiba 1612, Radeon 9700 Pro passiv, CPU Kühler SLK 800 mit Ultra Silent 2 Lüfter, 60 Gig Maxtor HD sowie MB 500 Netzteilkontrolle.

Wir haben 3 Testsysteme aufgebaut ein Intel und zwei AMD Systeme.

Getestet wird  jeweils:

24 Std. Idle (Surfen und Textverarbeitung sowie jeweils 3 Std. PC Benchmarks 3DMark 2001 und PC Mark 2002, 8 Std. Stresstest Benchmark loping. Die Temperaturen wurden mit den 3 Temperaturfühlern der MB 500 Netzteilkontrolle gemessen und mit einem Präzision Infrarot Thermometer  überprüft.

Überlastungstest:

Um das NT zu Überlasten und unter Extrembedingungen zu testen haben wir den Kühler ganz abgebaut und das U1 freistehend montiert so das keine Fläche zur Wärmeabgabe da war. Unter Vollast schaltete sich nun das NT nach ca. 1 Std. wegen Überhitzung wie erwartet ab. Es benötigte ca. 15 Minuten bis es genügend abgekühlt war. Ein erneutes Einschalten war nun möglich und alles lief Einwandfrei.

Spannungsstabilitätstest:

Während der 3DMark 2001 SE Teste zeigten das Engelking AP2-6300SFC-A sowie das Zalman ZM300A und das RSG kleine vernachlässigbare Spannungsschwankungen im 3,3 oder 5 oder 12 Volt Bereich. Diese lagen immer zu 100% im normalen Toleranzbereich um hier keine Missverständnisse aufkommen zu lassen. Bei dem billig NT Suntek 350 Watt liefen die 3,3 Volt auch schon bis ausserhalb des Toleranzbereiches unter diesen Testbedingungen.  Das U1 zeigt hier allerdings nicht die geringste Instabilität oder Schwankungen und scheint sogar seinen grossen Bruder sowie die anderen NT´s zu übertreffen.

Geräuschentwiklung:

In diesem Testsystem war das U1 unter allen Testbedingungen absolut nicht Hörbar.

Stress und Temperaturtest:

Im AMD Testsystem fühlte sich das U1 nicht ganz so wohl wie im Intel Testsystem. Den 8 Std. Stresstest absolvierte das U1 ohne Fehler die Temperatur stieg aber bis auf 61 Grad trotz des grossen Kühlers. Man muss allerdings hierbei berücksichtigen, dass bei diesem Test kein Gehäuselüfter vorhanden war! Alle weiteren Testläufe absolvierte das U1 ebenfalls ohne Fehler und es kam kein einziges mal zu keiner Hitzeabschaltung. Für einen sicheren Betrieb ist eine Gehäusebelüftung erforderlich. Nach 9 Std. ohne Belüftung schaltete sich das U1 ab. Nach ca. 10 Minuten hatte sich dann alles wieder abgekühlt und alles lief wieder Einwandfrei.

Spannungsstabilitätstest:

Das U1 zeigte im AMD Testsystem im 5 Volt Bereich vernachlässigbare kleinste Schwankungen in Höhe von nur 0,2 Volt bei dem 3DMark 2001 Se Test. Diese Schwankungen liegen zu 100% im normalem Toleranzbereich. Diese Schwankungen hatten wir ja auch schon bei den anderen Netzteilen unter diesen Testbedingungen. Allerdings zeigt sich auch hier das U1 im Vorteil. Während das Delta NT hierbei mit lauten und das RSG mit leisen Pfeifgeräuschen darauf reagiert, blieb das U1 wunderbar leise und nicht hörbar.  

Geräuschentwiklung:

Auch in diesem Testsystem war das U1 unter allen Testbedingungen absolut nicht Hörbar.

Technische Daten und Infos

Power

250 Watt

3,3 Volt / 20 Amp.

5 Volt / 21 Amp.

12 Volt / 13 Amp.

Max. Werte

Abmessungen

191 mm

103 mm

42 mm

B / T / H

ohne Külkörper

mit kl. Kühler

191 mm

103 mm

52 mm

B / H / T

low - profile

mit gr. Kühler

191 mm

103 mm

82 mm

B / H / T

high efficient

Kabel

ATX 20 Pol

P2

Pentium IV

4x HD

2 x FD

PFC

aktiv

>0.95

@

Vollast

Überspannungs schutz

+3,3 Volt max. 4,8

+5 Volt max / 7 V

+12 Volt max 15,6V

 

 

Eingangsspann ung

wide range

90 - 264 VAC

47 - 63 HZ

 

 

Besonderheiten

Lüfterlos

WaKü geeignet

Thermische + elektronische Überlastschutz

 No Noise

Bilder vom Innenleben :

Da sich das Netzteil nur durch aufbohren der Gehäuseschrauben öffnen läßt habe ich mir die 3 folgenden Bilder von der Firma Engelking kommen lassen.

Bild oben, aufwendige Kühlkörper sorgen für die Möglichkeit eines lüfterlosen Betriebes.

Wie zu erwarten, sieht man eine hochwertige Platine und Bauteile. Besonders auffällig ist die massive und aufwendige Wärmeableitung  des Trasfos (Bild rechts oben).

Alles ist dann nochmal isolierend Verpackt um auch geringste Geräusche wie Netzbrummen oder Pfeifen von der Regelung (wie wir ja leider schon bei anderen NT´s hatten) sauber zu unterdrücken.

 

AMD Testsystem (Micro ATX):

So in unserem letzten Testsystem wurde das Micro ATX Netzteil in unser Micro ATX Gehäuse eingebaut. Es wurde der kleine Kühlkörper verwendet. Das System besteht weiterhin aus, Mainboard ECS K7VMM+ mit 256 MB DDR RAM und einer XP 1400+ CPU sowie einem DVD Laufwerk. Als CPU Kühler kommt ein Thermalright AX7 mit Noisblocker Ultra Silent 2 Zum Einsatz.

Stress und Temperaturtest:

Man merkte sofort, hier fühlt sich das Engelking Zuhause. Die Temperaturen Überstiegen selten 40 Grad. Alle Benchmarktests liefen absolut Problemlos und Fehlerfrei. Selbst beim 24 Std. Test zeigte sich das NT von seiner allerbesten Seite. Auch hier war es natürlich absolut nicht hörbar. Die Verbesserung ist auf den Einbau in das Micro ATX Gehäuse zurückzuführen. Während im Tower und Big Tower Gehäuse das Engelking freistehende montiert ist, hat es bei dem Micro Case die schmalle Seite (40mm) als Kontaktfläche zum Gehäuse  (siehe Bild rechts). Obwohl durch einen Transportschaden hier die Fläche (am Cube Case) nicht eben und auch keine Wärmeleitpaste verwendet wurde, war sofort die Leistungsverbesserung deutlich spürbar.

Fortsetzung

Also ich werde noch einige verschiedene Konfigurationen aufbauen und Testen und berichten.......

Fazit :

Technisch gesehen ist das Engelking eindeutig das beste lüfterlose Netzteil am Markt. Selbst ein High End PC im Tower wird problemlos mit ausreichend Strom versorgt. Qualitativ ist es High End und überzeugt nicht nur mit seiner Verarbeitungsqualität. Jedoch kann es bei einem völlig lüfterlosen High End PC im Dauerbetrieb schon mal nach einigen Stunden zu einer Abschaltung kommen. Qualität und Leistung hat seinen Preis und so muss man schon fast 300,- Euro für das Schmuckstück auf den Tisch legen. Für Micro ATX Besitzer ist es zweifelslos die Beste Wahl. Gehäuse sollten belüftet sein bei uns reichte hierfür ein Ultra Silent 2 bei niedrigster Umdrehungszahl.

Engelking  vs. ProSilence 350

Ich bin immer wieder, schon während des Testens, nach diesem Vergleich gefragt worden. Hier muss man sich beide Teste ansehen und jeder muss für sich selbst entscheiden wo er seine Schwerpunkte und Ansprüche setzt. Das Engelking wurde speziel für Micro ATX entwickelt und gebaut ist aber auch im Standard Tower einsetzbar. Beide Netzteile sind lüfter- und wirklich lautlos. Beide Netzteile sind hier besser als Delta und RSG. Das Engelking ist für Micro ATX hervorragend geeignet, das Prosilence passt ja da aufgrund seiner Bauform nicht rein. Technisch liegt das Engelking aufgrund der Leistung (trotz 250 Watt Angabe) sowie durch aktiv PFC und thermischen und elektronischen Überlastschutz sowie einer langen Reihe von Zulassungskonformitäten und CE einfach vorne. Beide Netzteile haben eine sehr gute Spannungsstabilität die deutlich besser ist als bei den meisten Lüfternetzteilen, aber hier ist auch das Prosilence noch einen Tick besser als das Engelking.  Im Preis und im Temperaturverhalten hat das Prosilence die Nase vorn. 

Das Engelking mit Heatpipe im Tower dürfte wohl das absolute Non Plus Ultra sein ...... aber das ist eine andere Geschichte

..... an der ich Arbeite :-)

 

 

 

 

 

Engelking U1 6250

Preis / Leistungsverhältniss

gut

Spannungsstabilität

sehr gut

Temperaturverhalten

gut

100 Stunden Stresstest

100% Fehlerfrei

Gesamturteil

Wirklich lautloses sehr hochwertiges Netzteil

Langzeittest

 24/7/4  Stunden/Tage/Wochen/ Fehlerfrei abgeschlossen

Komplettes Datenblatt als PDF File zum download.

Spannungsstabilitätstest:

Auch hier zeigte sich jetzt das Engelking von seiner allerbesten Seite. Man hatte den Eindruck das es einfach Unterfordert ist. Ein Grund hierfür könnte sein das wir trotz AGP Platz die Onboard Graphik verwendet haben. Schließlich zieht die 9700 Pro Graphikkarte ja auch noch mal 60 Watt und erzeugt mit der Zalman Heatpipe auch enorm Wärme. Den nächsten Cube werde ich mit P4 und 9700 Pro bauen.

Review / Test

18.04.2003

Engelking - U1

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