23.11.2002 endlich haben wir das langersehnte Netzteil bekommen. Der erste Eindruck ist sehr positiv, ein sehr massives schweres Teil mit hochwertigsten Bauteilen für den Industrieeinsatz.

Erster RSG Netzteil Report

Die Bauform entspricht einer open Frame Flachbauweise. 22x10x5 cm. Das Bild zeigt im Vergleich ein Standart ATX Formfaktor Gehäuse. Die Gehäuseform bietet aber für uns Bastler und Modder eine Menge Vorteile auf die ich später noch Eingehen werde.

Standard Netzteil raus, 3 Löcher in das Gehäuse gebohrt anschrauben, fertig ? Das war schon fasst zu einfach. Optimal hierbei auch, das die Wärme jetzt an das Gehäuse abgeleitet wird und sich nicht im PC staut. Eigentlich wollten wir ja dieses Netzteil mit Heatpipe umbauen aber es macht einen derart massiven Eindruck, dass ich glaube der Umbau auf Heatpipe ist gar nicht Notwendig.

Irgendwie muss man das doch noch modden oder verbessern können. Also schnell noch bei Conrad Elektronik einen Standard Alu Kühler und Kleinteile  geholt und mit den bereits vorhandenen Gewindebohrungen des Netzteiles verschraubt. Der fasst geniale Nebeneffekt hierbei ist, dass nun die Wärme direkt nach aussen abgegeben wird und wir uns den Umbau mit  Heatpipe (kostet ja immerhin auch ca. 150,- €) sparen können. Anstelle des Netzteils werde ich eine Aluplatte mit Netzstecker und Netzschalter einbauen......

Erstes Fazit und Vergleich

Ich komme nicht drum herum um einen ersten Vergleich mit dem Engelking Netzteil zu machen welches ja immer wieder Testsieger ist und als einigstes Netzteil zumindest bis zu bestimmten Temperaturen Lüfterlos arbeitet. Also das Engelking Netzteil hat auch einen passiv Kühler, allerdings gibt der seine Wärme ins Gehäuse ab. Wir werden einen weiteren PC auch mit dem Engelking bauen und vergleichen. Siehe Bild am ende der Seite, das kleine schwarze :-)

Aus der Sicht des Bastlers bietet das RSG mit seinen nur 5 cm Bauhöhe unendlich viele interessante Einbauvarianten. Die hier verwendete Variante ist nicht die Platzsparendste aber eine optisch sehr hübsche und stellt das Netzteil optisch in den Vordergrund.

Der Prototyp kostet 249.89 € und liegt somit in der Preisklasse des nicht ganz lüfterlosen Engelkings. Bedenkt man das ein Umbau auf Heatpipe auch noch ca. 150,- € kostet, ist das Preis- Leistungsverhältniss des RSG Netzteils klar im Vorteil. Um das wesentlich teurere Deltatronic Netzteil ist es sehr still geworden, ich hatte versucht eines zu bestellen, aber dieses Netzteil wird plötzlich nicht mehr einzeln verkauft! Sehr merkwürdig ? Hatte man doch bei Deltatronic immer wieder lesen können das es das optimale Netzteil für leise PC´s und Anwender von Wakü`s sein soll. Aufgrund dieser Tatsachen bleibt also für uns nur noch das RSG, welches letztendlich wahrscheinlich auch die preisgünstigere und bessere Lösung ist.

Das neue Asus A7N8X Motherboard ist im Zulauf und wird dann sofort Eingebaut. Das RSG Netzteil wird dann dem Dauerstress ausgesetzt und muss sich bewähren im Zusammenspiel mit einer Leistungshungrigen Abit Geforce 3 welche mit Zalman Heatpipe gekühlt wird. Das nächste Review (hoffentlich nächstes Wochenende) wird dann die technischen Daten und ersten Messwerte enthalten. In der ersten Dezemberwoche sind hoffentlich die neuen CPU Heatpipe Anschlüsse fertig und es wird ein Athlon XP 2800+ overclocked für Rechenpower sorgen und dann sollte auch schon eine Radeon 9700 Pro zum Einsatz kommen.

.... gesagt, getan, weiter....

Die Aluminiumplatte für den Netzanschluss war zwar ausreichend aber nicht gerade sehr stabil, deshalb wurde diese mit einer 5 mm Plexiglassplatte verstärkt. Der Netzschalter ist beleuchtet nd das gesamte Netzteil und die Netzanschlüsse werden aus Sicherheitsgründen hinter einer zusätzlichen Plexiglassabdeckung sitzen.

Die Baustelle sieht mit den Kabeln so noch sehr wild aus, aber das RSG Netzteil ist jetzt zur Sicherheit nochmals mit einem Plexiglassgehäuse umgeben. Das gesamte Plexiglassgehäuse kann zu Gunsten der Servicefreundlichkeit mit nur einer Schraube gelöst und komplett herausgenommen werden.

 

Der Praxistest hat sich nun durchaus in die Länge gezogen. Zuerst waren die Nforce 2 Mainboards nicht lieferbar, dann haben wir 2 Chaintech Boards bekommen die aber beide am selben Wochenende den Geist aufgaben. Nun haben wir endlich die geplanten Asus Boards bekommen und konnten weiter testen.

Der Testaufbau besteht aus :

Asus A7N8X Mainboard, 2 mal Corsair PC 400 (256MB) RAM, CPU Athlon 2600+, Grapikkarte Saphire 9700 Pro, USB Maus und Tastatur, Artec DVD Laufwerk, Acer CD Brenner , Levicom Multifunktionspannel, 120 Gig Samsung HD, Papst 92er Gehäuselüfter, 80er Black Noise Cpu Lüfter (12 dB) sowie verschiedene Kaltlichtkathoden.

Berechnung der Stromleistung :

Der Testaufbau ist ein System mit den leistungshungrigsten und leistungsstärksten Bauteilen die momentan am Markt sind. Laut den Berechnungen würde der 12 Volt Bereich das  vom dem Hersteller angegeben Limit von 9 Ampere überschreiten, alle anderen Leistungsangaben sind laut Datenblatt mehr als Ausreichend.

Erste Testläufe :

Das Netzteil erweist sich als absolut stabil, wir konnten keinerlei Instabilitäten feststellen. Auch unter Vollast gab es keine Aussetzer, keine Hänger oder Abstürze. Im Normalbetrieb lag die Temperatur bei 38 Grad (gemessen zwischen den Leistungstransistoren). Der von uns angebrachte Kühlkörper (aussen am Gehäuse) mit dem das Netzteil verschraubt wurde, erwies sich als ausserordentlich Praktisch, da hier die Wärme gleich zum Teil nach aussen abgegeben wird.

Kleiner Mangel sofort behoben:

Unter Vollast bei den Benchmarktesten gab das Netzteil unangenehme Pfeifgeräusche von sich. Nach Rücksprache mit RSG stellte sich heraus, das dies bei den ersten Prototypen bekannt ist und man bereits eine modifizierte Version hat. Das Netzteil wurde sofort und absolut Problemlos gegen ein modifiziertes ausgetauscht.  Sehr guter und sehr schneller Service. Bei dem neuerem Netzteil traten dann diese Pfeifgeräusche nicht mehr auf.

Testläufe unter Extrembedingungen :

4 Std. Unreal 2003 Dauerstress und sofort anschliessend 4 Std. Benchmark Dauerläufe forderten absolute Höchstleistungen von allen Bauteilen. Die CPU arbeitete zwischen 57 und 73 Grad. Als besonders kritisch erwies sich die Graphikkarte die trotz doppelter Heatpipemodifizierung ständig zwischen 60 und 70 Grad Wärme hatte und das Gehäuse (unter diesen Bedingungen) kräftig einheizte. Dadurch kam es zu einer System- und Motherboard Temperatur von bis zu 38 Grad. Am Netzteil (wieder zwischen den Transistoren gemessen) lag die Temperatur dann bei  54 bis 62 Grad. Alle Bauteile liefen in diesem 8 Std. Stresstest fehlerfrei und ohne Aussetzer.

Alternativen , Besonderheiten, Vor- und Nachteile zum RSG Netzteil :

Ja wenn man ehrlich ist muss man sagen es gibt keine Alternative mehr. Das lüfterlose und wesentlich teurere Deltatronic Netzteil wird nicht mehr verkauft. Da bleibt dann nur noch das Engelking Netzteil übrig, welches aber bei Temperaturen ab 49 Grad mit Lüfter arbeitet. (Test hierzu werden folgen). Geht man davon aus das RSG und Engelking in der gleichen Preisklasse liegen, ist das RSG als lüfterloses Netzteil auf jeden Fall vorzuziehen. Der einzige Nachteil des RSG Netzteils wäre die Bauform in L-Form Flachbauweise und nicht als ATX Formfaktor Netzteilgehäuse. Dies erfordert etwas Bastelaufwand, bei unserem PC ca. 5 Minuten, 3 Löcher in das PC Gehäuse bohren und das Netzteil mit dem bereits vorhandenen Gewindbohrungen festschrauben, fertig. Ich persönlich habe allerdings diese Bauform als absoluten Vorteil und nicht als Nachteil empfunden, denn es bietet allen Bastlern ungeahnte viele neue Möglichkeiten der PC Gestaltung. Endlich mal kein grauer Kasten, sondern ein Gerät randvoll mit hochwertigen Industriebauteilen, fetten Kupferspulen und bunten Trafos und Kondensatoren . Das modifizierte Netzteil wurde mit einer Lochblech Umhüllung geliefert, diese habe ich aber dann wieder entfernt, dadas Netzteil auch optisch ein Schmuckstück ist (siehe Bild am Anfang der Seite). Ich würde am liebsten gleich den nächsten PC mit einem RSG Netzteil bauen und diesmal würde ich das Netzteil so einbauen,  das es so in dem Gehäuse ist, das beide Seiten der L-Form mit dem Gehäuse verbunden sind. Dies hätte auch den Vorteil das die Wärmeabgabe nach aussen nochmals wesentlich effektiver ist. Also einfach ein echtes Sahnestück für alle Bastler und Modder.

Fazit zum RSG Netzteil :

Das Netzteil hat unsere Erwartungen deutlich übertroffen. Alle Befürchtungen , das es im 12 Volt Bereich zu Überlastungen und Abstürzen kommen wird, erwiesen sich als unbegründet. Anscheinend sind die Leistungsreserven doch viel höher als im Datenblatt angegeben. In der Praxis erweist sich das RSG Netzteil als absolut stabil und fehlerfrei auch unter allerhärtesten Dauer- und Stresstests. Jeder der einen Ultra Low Noise oder lüfterlosen PC aufbauen will wird um dieses tolle Teil nicht drumherum kommen. Optisch und technisch einfach ein Sahnestück. Eine Tolle Leistung von RSG und allen daran beteiligten Entwicklungsingenieuren.

Bild von der Motherboardseit e des PCs mit der Graphikkarte Saphire Radeon 9700 Pro mit Doppelheatpipe

Bild von der Rückansicht des PCs :

Anstatt des Netzteils wurde eine Aluplatte mit Schaltern eingebaut. Der schwarze Alukühlkörper wurde mit dem RSG Netzteil im Innerem verschraubt und Überträgt einen Teil der Wärme gleich nach draussen.

 

Download preliminary Datasheet

 

 

 

 

 

RSG Netzteil hinter einem Zusätzlichem Plexiglasgehäus e. Während des Betriebes sieht man die grünen Kontroll LED`s.

 

RSG Report Review 2 , der Praxistest

Review / Test

29.12.2002

RSG Test

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